Camping

Posted: October 28th, 2010 | Author: admin | Filed under: Natur | 2 Comments »

Übers Wochenende war ich campen an einem See. Ist mal was anderes als immer in Luxushotels rum zu lungern wo es nur Weisse gibt. An diesem See hatte es Mücken die waren so gross wie Fliegen. Die einheimischen nennen die “Malaria injektion”. Wenn man unsere Mücken mit Füchsen vergleicht müsste man die mit Eisbären vergleichen. Ich glaube sie haben auch etwas Fell. Eine hat mich gestochen, jetzt habe ich da einen Flecken mit 10 cm Durchmesser. Um sie tot zu hauen musste ich drei mal zuschlagen.

An dem See hatte es auch Hippos. Des Nachts grasten die am Rande des Campingplatzes. Es ist recht ungemütlich wenn man des nachts beim Pinkeln plötzlich ein 2 Tonnen Fiech vor sich sieht. Auch wenn es hinter dem Elektrozaun ist, der den Campingplatz vom Seeufer trennt. Von den Hippos hat mich aber keines erwischt. Das hätte einen noch grösseren Flecken gegeben. Aber auf dem Boden nicht auf mir.

Die Wiese hinter dem Zaun ist wegen den Hippos so schön abgegrast. Das Gestrüpp im Hintergrund ist Papyrus. Dahinter liegt der See.

Wenn man Abfall weg schmeisst kommen kleine Affen vorbei welche ihn aussortieren und teilweise recyclieren.


Mein neues Hobby

Posted: October 10th, 2010 | Author: admin | Filed under: Veränderungen | 5 Comments »

Mein Hobby in der Schweiz welches mit Abstand am meisten Freizeit beansprucht ist biertrinken. Hier trinke ich zwar auch noch des öfteren ein Bier aber mein Schwerpunkt hat sich definitiv auf Vodka verlagert. Das hat mehrere Gründe.

  1. Einerseits kann es recht Schweisstreibend sein genug Bierflaschen durch die Sonne zu schleppen damit es für einen gemütlichen Suff reicht. Vodka ist da viel handlicher.
  2. Des weiteren hat es hier so gute Fruchtsäfte die man mit Vodka mischen kann. Man muss allerdings darauf achten das das Mischverhältnis stimmt, sonst zählt das Argument Nr 1 nicht mehr.
  3. Je nachdem ob und wo man auswärts trinkt sind die Toiletten nicht so der Hammer. Wenn man sich an Vodka hält dann braucht man die weniger oft.
  4. Mit Vodka kann man sich betrinken das man kaum mehr das Bett findet. Der diesem Zustand folgende Kater ist durchaus human. Wenn man den gleich betrunkenen Zustand mit Bier erreicht dann kann man sich auf einen Kater gefasst machen der einem den nächsten Tag gröber vermiesen kann.
  5. Wenn man Sachen isst von denen man nicht weiss wie alt die sind oder ob sie richtig durch gekocht wurden fühlt man sich besser geschützt wenn man danach einen Vodka trinkt. Bakterien mit Kater lassen sich besser vom Immunsystem überrumpeln. Ausser das Immunsystem hat den grösseren Kater.

Ich habe mich bisher durch vier Sorten gekämpft. Derjenige ganz Links ist nicht zu empfehlen da bei dem die Regel Nr 4 nicht zutrifft. Der ist auch entsprechend billig. 0,35 Liter kosten 200 shilling, das sind etwa 2.50 Fr. Wenn ich mit diesem Tempo weiter trinke schaffe ich die 4 Liter grenze bis ich wieder in die Schweiz komme.


Ich weiss es immer noch nicht

Posted: October 6th, 2010 | Author: admin | Filed under: Unterschiede | 1 Comment »

Nach reichlichem Alkoholkonsum habe ich mich getraut zwei zu fragen ob den Schwarze wirklich einen längeren hätten. Das sei so ein Gerücht das man in Europa immer wieder hört. Sie fanden das offensichtlich sehr lustig, kicherten wie kleine Schulmädchen. Gehört hätten sie das Gerücht das Weisse kleine, schrumplige hätten auch schon. Aber sie hätten ja niemanden zum vergleichen, könnten es also nicht sagen. Ich habe dann brav meine Fresse gehalten und nicht weiter gefragt. Ich hatte Angst das ich sonst womöglich den kürzeren ziehe.


Älter

Posted: October 5th, 2010 | Author: admin | Filed under: Veränderungen | 2 Comments »

Ich bin immer noch hier. Schreibe einfach nicht mehr so viel. Hängt wohl mit dem dazugewonnenen Jahr zusammen.


Traurige Hunde

Posted: September 21st, 2010 | Author: admin | Filed under: Armut | No Comments »

Die Hunde selbst sind nicht traurig aber ihr Schicksal ist traurig. Sie werden vor Einkaufszentren von Strassenhändlern angeboten und sind meist noch sehr Jung. Die Strassenhändler behandeln sie sehr gut. Die kleinen Hunde sind ihr Kapital und sichern ihnen das Überleben. Wenn ein Hund Glück hat wird er von einem Familienvater gekauft. Der kleine, wenn er in sein neues Heim eingezogen ist überlebt dann aber meistens nicht sehr lange.

Der ist geimpft und kaut gerne an meiner Hand rum.

Das Problem ist das die kleinen nicht geimpft werden. Wer einen solchen Hund kauft sollte also schnurstracks als erstes zum Tierarzt gehen aber auch dann hat er keine Garantie das er überlebt. Die viel bessere Variante ist natürlich sich einen Hund zu kaufen der über einen Tierarzt vermittelt wurde. Einerseits hat man dann ne Garantie das er fit ist und Andererseits unterstützt man damit nicht die Strassenhändler.

Mein Landlord hat sich zwei Hunde gekauft. Die sind Supersüss und machen viel Spass. Der Eine hat mir bestimmt schon 50 kleine Löcher in die Hand gebissen. Er kaut sehr gerne auf Händen herum.


Schule

Posted: September 19th, 2010 | Author: admin | Filed under: Menschen | 3 Comments »

Letzten Donnerstag war ich eine Schule in einem Slum besuchen. Das war ganz lustig. Ich war sehr schnell von einem Rudel Kinder umringt. Sie lachten mich etwas aus weil ich so bleich bin, fanden aber das ich schöne Haare hätte.

Sehr motiviert an ihren Computern.


Ich musste sie immer wieder fotografieren. Wenn sie sich dann selbst sahen haben sie sich kapputgelacht.


Sandalen

Posted: September 14th, 2010 | Author: admin | Filed under: Menschen | No Comments »

Heute bin ich an einem Stöpsel vorbei geschlendert. Der war so schätzungsweise drei Jahre alt. Beim vorübergehen hat er auf meine Sandalen gezeigt und irgendwas gesagt das ich nicht verstanden habe. Ich habe ihn fragend angeblickt und er hat es wiederholt. Wieder nichts verstanden. Beim dritten mal habe ich kapiert was er sagt: grüne Füsse!


Wasser

Posted: September 12th, 2010 | Author: admin | Filed under: Unterkunft | No Comments »

Das Guesthouse in dem ich wohne liegt in einer Parzelle mit drei Häusern. Gebaut wurde es vor langer Zeit von einem Inder. Die Häuser sind nicht selbständig, sie sind mit Wasser, Abwasser und Stromleitungen vernetzt.

Hier in Nairobi gibt es ab und zu Strom wie auch Wasserausfälle. Dies war letzte Woche mit dem Wasser so. Ab Mittwoch gab es wegen einer defekten Leitung keines mehr. Allerdings habe ich das erst freitags bemerkt. Nicht weil ich mich bis freitags nicht gewaschen habe. Ich bin ja kein Sauhund. Gut eigentlich schon aber nicht ganz so. Der Grund ist das im laufe der Zeit und der Wasserausfälle immer wieder mal ein zusätzlicher Reservetank eingebaut wurde. Damit das Wasser mit etwas Druck durch die Leitungen fliesst hat es verschiedene Reservoirs auf den Dächern in welche das Wasser hoch gepumpt wird. Insgesamt sind es etwa 15 Tonnen die sich im Metallenen Kreislauf der drei Häuser bewegen. Dadurch dauerte es etwa 2 Tage bis das Wasser aus dem Hahn versiegte. Das war nicht weiter schlimm, da mir sofort in Bottichen Wasser von den Angestellten vorbeigebracht wurden. Duschen klappt so natürlich nicht aber zum Glück habe ich einen Waschlappen dabei.

Gestern Abend war das Leck geflickt. Es Strömte wieder Wasser in die Leitungen. Da es aber unendlich lange durch Leitungen strömen muss und verschiedene Reservoirs und Speicher dazwischen liegen dauerte es dann doch noch bis heute morgen bis ich wieder duschen konnte. Das hat sich mal gelohnt kann ich nur sagen. Der unterschied vorher, nachher war enorm. Vor allem gestanklich. Als das Wasser gestern abends wieder zu fliessen begann erwachten die Häuser zum leben. Immer wieder hörte man wie sich in einem entfernten Winkel des Hauses eine Pumpe in betrieb setzte um das noch spärlich fliessende Nass weiter zu schieben. Man hörte auch Leitungen welche restliche Luft hinaus furzen und ab und zu ein Klong weil zwei Leitungen dank des, durch eine Pumpe beschleunigten, Wassers aneinander knallten.

Ich habe trotzdem gut geschlafen und kann sein das ich manche Geräusche mehr dazu geträumt als wirklich gehört habe.


Ereignislos

Posted: September 7th, 2010 | Author: admin | Filed under: Veränderungen | 2 Comments »

In den letzten Tagen ist nichts neues passiert. Ich versuche jetzt trotzdem was zu schreiben.  Mal überlegen… das was noch am ehesten einem Ereignis nahe gekommen ist, war der Käfer in meinem Laptop hinter dem Bildschirm. Ich weiss nicht wie der da rein gekommen ist. Sah recht lustig aus wie er unter den Buchstaben durch krabbelte. Ich versuchte ihn sicher zehn mal vom Bildschirm reflexartig weg zu wischen. Hat natürlich nichts gebracht.

Die vielen verschiedenen Eindrücke von denen ich das erste mal berichtete sind natürlich immer noch vorhanden. Da ich mich unterdessen aber schon so daran gewöhnt habe ist es nichts weltbewegendes mehr. Das ist vermutlich ähnlich wie wenn man verheiratet ist. Die kleinen, entzückenden Erfahrungen werden irgendwann nicht mehr richtig wahrgenommen. Langweilig wird es trotzdem nicht. Diese riesige Stadt die dauernd in Bewegung ist mit ihren verschiedenen Kulturen und eigenen Gesetzen wird mich bestimmt noch lange faszinieren. Mit der Stadt natürlich auch ihre Bewohner mit ihrer Lebensfreude, ihrer Tragik und ihrem Willen schritt für schritt weiter zu marschieren.


Sonne, Inder und Rösti

Posted: September 5th, 2010 | Author: admin | Filed under: Leben | No Comments »

Heute war es endlich mal schön sonnig. Ich habe mich morgens auf dem Balkon etwas gegrillt. Nach einer weile wurde das aber langweilig. Wie sonntags üblich war Stromausfall, ich konnte mich also auf keine elektronischen Unterhaltungsmittel verlassen. Ich ging dann auf gut Glück ins nächstgelegene Shopping Center, hoffend das dies sonntags geöffnet ist. Das war es dann auch. Danke, fehlende Gewerkschaften.

Nicht nur war es geöffnet, ich hatte Wochentags noch nie so viele Leute gesehen. Indische Familien scheinen gerne sonntags in Vollbesetzung ihre Einkäufe zu erledigen. Im Gegensatz zu den Indern in Indien sind die Inder in Nairobi tendenziell recht dick. Ich musste mein Einkaufswägelchen regelrecht an Fett-polstern vorbeiquetschen.

Eingekauft habe ich verschiedene Sorten Kartoffeln. Ich will endlich ausprobieren ob es solche gibt welche für Rösti geeignet sind. Die erste habe ich eben ausprobiert. Sie ist nicht optimal aber das Ergebnis war durchaus geniessbar. Morgen kommt dann die nächste Sorte dran.